Desktop-CNC mit Werkzeugwechsler
Vom Saugroboter zur CNC-Fräse: MOVA zeigt Forgix
MOVA erweitert sein mittlerweile ohnehin ungewöhnlich breites Produktangebot um eine neue Kategorie. Nach Saug-, Mäh- und Poolrobotern, Energiespeichern und Werkzeugen stellt der Hersteller auf der IFA mit Forgix erstmals eine Desktop-CNC-Fräse vor. Das kompakte System soll viele Arbeitsschritte automatisieren, die bei klassischen CNC-Maschinen Erfahrung und mehrere Software-Werkzeuge voraussetzen.
Vom Modell zum Werkstück in fünf Schritten
Damit greift MOVA einen Trend auf, den wir erst kürzlich bei neuen Desktop-CNC-Systemen beobachtet haben: Die eigentliche Frästechnik rückt zunehmend in den Hintergrund, während Software und Automatisierung die Bedienung vereinfachen sollen.
Forgix fasst den Ablauf laut MOVA auf fünf Schritte zusammen: Material einspannen, Datei auswählen, Werkstück automatisch erkennen lassen, Werkzeugweg simulieren und den Fräsvorgang starten. Eine elektrisch betriebene Spannvorrichtung übernimmt dabei das Fixieren des Materials.
Eine an der Spindel montierte Kamera erfasst Form und Position des Werkstücks. Ergänzend kommen Konturerkennung und ein Messtaster zum Einsatz. Damit soll Forgix nicht nur rechteckige oder runde Rohlinge verarbeiten, sondern auch Holzstücke mit natürlichen Kanten, Reststücke und andere unregelmäßige Formen automatisch erkennen können.
MOVA stellt aktuell noch nicht viel Bildmaterial bereit.
Werkzeuge wechseln automatisch
Die Spindel erreicht bis zu 500 Watt Spitzenleistung. Ein automatischer Werkzeugwechsler erkennt eingesetzte Fräser anhand ihrer Kennung und kann Schruppen, Schlichten, Bohren und Gravieren ohne manuellen Werkzeugwechsel hintereinander ausführen.
Auch die eigene CAM-Software soll typische Einstiegshürden beseitigen. Sie übernimmt Modellimport, Werkzeugauswahl, Berechnung und Simulation der Fräswege sowie die Übertragung an die Maschine. Zusätzlich sind Funktionen zur Bilderzeugung aus Texteingaben, Bild-zu-Bild-Umwandlung und zur automatischen Erstellung von Reliefs vorgesehen.
Während des Fräsens überwacht Forgix die Belastung der Spindel und passt die Geschwindigkeit automatisch an. Auffälligkeiten, die auf einen beschädigten oder gebrochenen Fräser hindeuten, sollen erkannt und der Vorgang gegebenenfalls gestoppt werden.
Holz, Aluminium und Messing
Verarbeiten lassen sich laut MOVA unter anderem Holz, Acryl, Aluminium, Messing, Kohlefaserplatten und Leiterplatten. Das geschlossene Gehäuse integriert Staubabsaugung und Luftfilterung. Optional sind zudem ein Rotations- und ein Lasermodul vorgesehen. Über einen integrierten 5-Zoll-Bildschirm lässt sich die Maschine auch direkt bedienen.
Die MOVA Forgix soll 2027 zunächst in ausgewählten europäischen und nordamerikanischen Märkten erscheinen. Preise und konkrete Konfigurationen will der Hersteller erst näher zum Verkaufsstart nennen.



Freue mich schon wenn die Dinger und die UV Drucker endlich bezahlbar sind.
Erwarte da Preisverfall wie bei den 3D Druckern.
Ja, da freue ich mich auch drauf, aber UV Drucker kann man sich doch tatsächlich leisten mittlerweile.
„Keine Atempause, zuhause wird gefräst, es geht voran!“ :)))
Sehr geil. Ich wollte mir eine Fräse bauen. Schrittmotoren und Kugelspindeln hab ich schon – aber dann ist das Projekt eingeschlafen. Spannend was die Kisten kosten soll.
Ist aber schon auf nem anderen leistungslevel als ne ordentliche Eigenbau fräse. Und ich bezweifle dass die mit ihrem KI Zeug vergleichbares wie mit einem richtigen CAM hinbekommen.