Auf Mac und Mobilgeräten
Current Spot zeigt dynamische Strompreise an
Current Spot ist eine inoffizielle Begleit-App für Nutzer dynamischer Stromtarife, die aktuelle Strompreise im Blick behalten wollen. Die Anwendung zeigt aktuelle Börsenstrompreise und deren zeitlichen Verlauf auf dem Mac sowie auf iPhone, iPad und Apple Watch an.
Der Entwickler von Current Spot betont allerdings, dass die Anwendung nicht als Empfehlung für den Wechsel zu einem dynamischen Stromtarif verstanden werden soll. Die App richtet sich vielmehr an Nutzer, die bereits einen solchen Tarif verwenden und auf ihren Apple-Geräten einfacher auf die verfügbaren Preisinformationen zugreifen wollen. Der Wechsel in einen solchen Tarif sollte allerdings wohlüberlegt sein. Finanziell interessant kann ein dynamischer Stromtarif vor allem dann sein, wenn sich größere Verbraucher gezielt in günstige Stunden verlagern lassen oder eine Solaranlage und ein Stromspeicher entsprechend eingebunden werden.
Strompreise für heute und morgen
Current Spot bietet in der kostenlosen Version einen schnellen Überblick über den derzeitigen Strompreis sowie die Preisentwicklung des laufenden und des folgenden Tages. Dabei hebt die Anwendung besonders günstige Zeiträume hervor.
Auf dem Mac ist die App über die Menüleiste erreichbar und öffnet von dort eine Übersicht mit den verfügbaren Preisdaten. Der aktuelle Strompreis kann optional direkt in der Menüleiste angezeigt werden. Auf der Apple Watch stehen Komplikationen für das Zifferblatt zur Verfügung, während das iPhone die Preisinformationen über Widgets und Live-Aktivitäten anzeigen kann. Auf dem iPad bietet Current Spot eine spezielle Ansicht für den dauerhaften Einsatz als Wand-Dashboard oder dergleichen.
Zusatzfunktionen für Tibber-Kunden
Tibber-Kunden können darüber hinaus zusätzliche Informationen zum Stromverbrauch und zur Einspeisung einer vorhandenen Photovoltaikanlage abrufen. Hierfür ist allerdings die Premium-Version erforderlich, die 2,49 Euro pro Monat oder 17,99 Euro pro Jahr kostet.
Voraussetzung für den Zugriff auf persönliche Verbrauchsdaten ist die Verknüpfung mit einem vorhandenen Tibber-Konto per Anmeldung oder API-Schlüssel. Die Geräte kommunizieren dabei laut Entwickler direkt mit der offiziellen Schnittstelle von Tibber. Lediglich für die Anzeige der allgemeinen Börsenpreise ist ein kleiner Server zwischengeschaltet, um die Mitteilung bei Verfügbarkeit neuer Preise und die Live-Aktivität zu ermöglichen.


Eine tolle App, die ich seit Erscheinen sehr gerne nutze. Vor allem auf Watch und iPhone.
Ich habe mich nur bedingt mit dem Thema auseinandergesetzt. Mein Eindruck war, dass es sich nicht wirklich lohnt, trotz E-Auto, weil die Nebenkosten, die zu dem Strompreis berechnet werden, die attraktiven Stunden, in denen der Strom günstig ist, verpuffen lassen.
Wie ist die Erfahrung von denen, die so einen Tarif nutzen? Gibt es Anbieter, die keine überteuerten Nebenkosten berechnen, die ich nicht auf dem Schirm habe?
Keine Ahnung was du mit Nebenkosten meinst. Habe Tibber und bin sehr zufrieden. Lade mein E-Auto sehr günstig und manchmal bekomme ich sogar Geld dafür, wenn es Minuspreise gibt. Sonntags ist meist besonders günstig.
Mich interessieren hier auch die Erfahrungen. Auf der Tibber Website sehe ich einen Preis von 33,76 Cent.
Wie funktioniert das mit dem billigen Tarif. Das Beispiel zeigt Auto laden für 4,6cent.
Mich würde wirklich die Praxis interessieren.
Es lohnt sich dann, wenn du gezielt zu günstigen Zeiten lädst bzw. das automatisierst. Günstig ist es bspw. an Sonnentagen, insbesondere am Wochenende oder nachts. Es kann zu Peak-Zeiten aber auch verdammt teuer werden. Daher sollte man diese unbedingt überbrücken können. Schau dir mal die Kurven an. Es wird auf 15 Min. genau abgerechnet. Morgens oder am frühen Abend ist es eigentlich immer teurer als mit Standardtarifen.
Eine gute Alternative könnten die z.B von ENBW angebotenen Fix-Tarife sein, bei denen es generell nachts günstiger ist. Da hat man mehr Sicherheit.
Ich war etwas genervt davon, jedes Jahr nach einem neuen Stromanbieter zu schauen und so bin ich bei Tibber gelandet.
Grundvoraussetzung sollte sein, dass man eine eigene PV MIT Speicher hat. Besser zusätzlich noch große, steuerbare Verbraucher. Dann sind dynamische Stromtarife interessant. Jemand, der keine eigene Anlage hat sollte besser davon Abstand nehmen.
PV mit Speicher deswegen weil selbst in Monaten, wo viel Strom aus Erneuerbaren im Netz zur Verfügung steht, der Strompreis frühmorgens und in den Abendstunden doch spürbar ansteigt. In der Regel betreibe ich in diesen Zeiten unser Haus jedoch vollständig aus dem Speicher. Ergo: Tagsüber lade ich meine Batterie, zur Not mit Netzstrom und abends kaufe ich kaum Strom hinzu. Große Verbraucher wie unser eAuto lade ich entweder über die PV Anlage + zusätzlich mit Strom wenn er günstig ist (macht die Steuerung allerdings automatisch). Ich habe außerdem den Vorteil, dass man bei Tibber keinen Abschlag bezahl sondern tatsächlich nur das was man im letzten Monat verbraucht hat.
In BW ist es kaum möglich einen vernünftigen Stromtarif unter 30ct zu bekommen. Aktuell habe ich einen Durchschnittspreis von 29,5ct/kWh für 2026. 2025 waren es 31,4cent. Auf den ersten Blick hört sich das nach wenig bis gar keiner Ersparnis an. Der Einsatz eines Elektroautos verfälscht diesen Wert jedoch in Bezug auf einen festen Stromtarif. Grade durch große Verbraucher kann ich viel Strom laden wenn dieser eben günstiger ist. Leute, die zusätzlich noch einen großen Warmwasserspeicher haben können noch mehr profitieren weil sie eben auch dort Energie speichern können eben wenn diese günstig ist.
Für mich und meine Lebenssituation passt das ganz gut mit dem dynamischen Tarif. Muss halt jeder für sich selbst wissen.
Während das europäische Ausland Smart Meter mit Gateway verbaut hat wurde in D erstmal das GW weggelassen. Man war sich uneinig bzw. hat technisch irgendwas verbummelt / Anfoderungen zu hoch angesetzt. Aktuell gibt es wieder Kritik. Podcast „Geladen – der Batteriepodcast“ oder Lage der Nation 423 geben ausführlich Auskunft darüber. Ich hoffe wir kriegen es vor 2032 hin….
https://wissenschaftspodcasts.de/podcasts/geladen-der-batteriepodcast/smartmeter-desaster-deutschland-so-schlimm-ist-es-wirklich-bastian-gierull_10647715/
Ich habe ein Balkonkraftwerk (EcoFlow Stream Ultra) mit gesamt 8 kWh-Speicher. 4 davon in der Waschküche mit Waschmaschine und Trockner dran.
Im Zähler ein Shelly 3PM zur Steuerung und für die Nulleinspeisung.
Dazu ein dynamischer Tarif von Awattar (tado – geringster Aufschlag im Gegensatz zu Tibber oder Osteom).
Das Ding hat in einem Jahr mehr als 450€ eingespielt (gespart).
Vor vier Monaten kam noch ein E-Auto dazu, daß ich abends anstecke und bis morgens 6h ist es geladen. Die Wallbox nutzt automatisch die beste Zeit dafür.
Fazit: MIT E-Auto zahlen wir noch immer monatlich weniger Stromrechnung als vor den o.a. Veränderungen.
Ohne Speicher würde ich aber niemandem einen dynamischen Tarif empfehlen!
Obacht in den kälteren Monaten mit dem Dynamischen. Da wird das sehr schnell richtig teuer. Hatten 2 Monate einen dynamischen Stromtarif, dann habe ich die Notbremse gezogen.
Genau ich habe es auch mal getestet, macht aber mit Solaranlage mit Speicher, E-Auto und Wärmepumpe keinen Sinn, weil ab Frühling, wenn der Strom billig ist, wegen Wind und Sonne, man ja selber von seiner PV Strom bekommt, kaum aus dem Netz bezieht und ab Herbst und Winter, der dynamische Stromtarif dann im durschnitt teurer ist, als ein Stromtarif mit festen Arbeitspreis pro kWh… aber man dann sehr viel Strom mit der Wärmepumpe verbraucht und keinen eigenen Strom ausreichend mit der PV produziert…
Das stimmt – kann natürlich passieren. Ich hatte, zwar immer nur über kurze Perioden (mal 1-3 Stunden), aber doch auch Spitzenpreise von 70cent/kWh. Interessant ist jedoch der Durchschnittspreis übers Jahr gesehen. Der war bei mir immer so um die 30cent (3 Jahre).
Seit ca. 2 Jahren Tibber-Kunde. Es lohnt sich eher nicht. Erhöht aber den Druck, den Verbrauch in die Sonnenstunden zu verlegen.
Diese App zeigt keine Börsenpreise an! Diese App vermutlich die Preise von Tibber an. Börsenpreise sind an der Strombörse eex.com einsehbar.
Hallo Norbert,
wenn Du in der App den Aufschlag löschst, siehst Du die Börsenpreise. Als Verbraucher bekommen wir die nur leider nicht, deswegen ergibt der Aufschlag ja Sinn. Je nach Netzbetreiber und Standort dürften das immer zwischen 13 und 20 Cent sein, die auf den Börsenpreis aufgeschlagen werden. Probier es bitte aus und berichte :-)
stimmt, dann passt es. ifun sollte darauf die Beschreibung anpassen:-)
Wieviel Prozent der deutschen Haushalte haben einen digitalen Zähler?
Ohne den geht sowas ja nicht.
Ich denke heutzutage dürften alle bereits einen digitalen Zähler haben. Was du meinst ist ein Smartmeter… und da hast du Recht: Ohne einen SmartMeter kannst keinen dynamischen Tarif nutzen. Außer bei Tibber. Die bieten einen eigenen Lesekopf an, der auf den digitalen Stromzähler gesteckt wird und die Verbrauchsdaten Live übermittelt. Das nutze ich so, weil ich keinen Smartmeter bekomme. Laut Netzbetreiber kann mein Messkonzept aktuell nicht über Smartmeter abgebildet werden. Möglicherweise können das auch andere Anbieter ohne SmartMeter – da hab ich mich nicht informiert.