Größere Entlassungswelle
Apple baut um: Über 200 Stellen bei Siri, KI und Vision fallen weg
Apple streicht in mehreren Bereichen Stellen und weitet die zuletzt bekannt gewordenen Kürzungen rund um die Vision Pro deutlich aus. Nach Informationen von Bloomberg sind insgesamt mehr als 200 Beschäftigte betroffen. Rund 100 Stellen entfallen demnach auf die teure Datenbrille, weitere etwa 100 in Teams für Siri und andere Softwarebereiche.
#Damit geht es nicht nur um die bereits am Donnerstag bekannt gewordenen Einschnitte bei der Vision Pro. Apple ordnet parallel auch Teile seiner KI- und Siri-Entwicklung neu. Der Konzern bestätigt gegenüber Bloomberg eine Umstrukturierung mehrerer Teams: „As we continue to evolve our business to deliver the best experiences for our users, we are realigning some of our teams.“
Gaming und Immersive Video werden kleiner
Besonders deutlich fallen die Kürzungen bei der Vision Pro aus. Ein Team, das sich mit Spielen für das Headset beschäftigt, wird laut Bloomberg weitgehend aufgelöst. Auch die Einheit für Apples Immersive-Video-Produktionen wird verkleinert. Die aufwendigen 3D-Inhalte gehörten seit dem Start zu den zentralen Vorführformaten der Vision Pro, verursachen dem Bericht zufolge aber hohe Produktionskosten.
Immerhin: Apple will Immersive Video nicht vollständig einstellen. Künftig sollen weniger Produktionen im eigenen Haus entstehen, während Drittanbieter stärker Inhalte beisteuern sollen. Auch visionOS und die Vision Pro selbst bleiben vorerst im Sortiment. Die Prioritäten verschieben sich jedoch weiter in Richtung anderer Geräte.
Siri-Umbau schafft neue Rollen und streicht alte
Bei Siri hängt der Stellenabbau mit der geplanten neuen technischen Architektur der Sprachassistenz zusammen. Dafür benötigt Apple teilweise anderes Fachwissen und verteilt Ressourcen neu. Betroffen ist außerdem das Team „Intelligent Systems Experience“, das seinerseits an KI-Funktionen der Sprachassistenz arbeitet. Hier dürfte zukünftig wohl stärker das von Google eingekaufte Know-How zum Zug kommen.
Die Entwicklung passt zu dem Strategiewechsel, der sich bei Apples Hardwareplanung bereits seit Monaten abzeichnet. Statt kurzfristig einen direkten Vision-Pro-Nachfolger in den Vordergrund zu stellen, konzentriert sich Apple stärker auf leichtere Smart Glasses und KI-Funktionen. Bloomberg zufolge erwägt Apple weiterhin ein neues Vision-Pro-Modell, frühestens für Ende 2028.

Bei 150.000 Arbeitnehmern sind 200 Stellen alles andere als eine Entlassungswelle, eine größere schon gleich gar nicht.
Klar, die 200 wirken gegenüber 150.000 Mitarbeitern erst mal überschaubar. Aber man kann die spezialisierten Entwicklerteams für Siri, KI und Vision Pro eben nicht einfach mit der gesamten Apple-Belegschaft verrechnen, zu der auch Store-Mitarbeiter, Marketing, Apple-Maps-Kamerafahrten oder Fabrikjobs zählen. Für die betroffenen Entwicklungsbereiche ist das schon ein deutlich größerer Einschnitt.
Naja – es sind 12000-14200 in Cupertino/Apple Park…..auch da sind letztendlich 200 noch überschaubar, auch wenn jeder verlorene Arbeitsplatz natürlich einer zu viel ist.
das fällt unter normale Fluktuation – nicht der Rede wert
Ist das Ironie? Apple streicht Stellen bei der VisionPro weil die Kosten zu hoch sind, erwartet aber gleichzeitig dass die Entwickler geiles Zeug für die Brille entwickeln? Also wer jetzt noch an den Erfolg der Brille glaubt hat wirklich die Kontrolle über sein Leben verloren. Kannste dir nicht ausdenken. Die Kürzungen bei Siri machen durchaus Sinn, da Google ja mittlerweile alles macht. Apples Elite ist ja dazu scheinbar unfähig.
Würde mich interessieren, ob das Projekt Vision Pro für Apple insgesamt rentabel war. Vermutlich nicht, oder?
+1
Das war von Anfang an klar, dass das kein Bestseller wird. Was hat sich Apple dabei gedacht? Ein wenig Recherche in der Szene und man hätte Bescheid gewusst.
Die Vision pro dürfte einer der grössten Flops in der Apple Geschichte sein. Neben Lisa, Pippin und dem Cube.
Beeindruckend dieser Euphemismus: ‚die Entlassung der Mitarbeiter‘ als ‚Umstrukturierung der Teams‘ zu bezeichnen. Eklig. Und dann setzt iFun noch ein Foto feiernder Mitarbeiter drüber. Mehr Zynismus geht echt nicht mehr.
Die Vision Pro hätte was werden können hätten sie dazu ein Einsteiger Modell für nen Preis den sich ein normaler Mensch leisten kann auf den Markt gebracht.