Kontextmenü, Copy & Paste usw.
StopTheMadness: Safari-Erweiterung killt funktionsbeschränkende Webseiten-Skripte
Mit der Mac-App StopTheMadness will sich der Entwickler Jeff Johnson gegen die Entwicklung stemmen, dass Standardfunktionen der Webbrowser durch besuchte Webseiten beeinträchtigt oder gar komplett unterdrückt werden. Beispiele wären Einschränkungen beim Kopieren von Inhalten oder die Deaktivierung des Kontext-Menüs. Mithilfe von Script-Erweiterungen können die Anbieter dergleichen umfangreich beeinflussen, Funktionen wie Copy & Paste oder das automatische Einsetzen von Passwörtern beispielsweise stehen dann nicht mehr zur Verfügung.
Johnson dürfte einigen von euch durch seine frühere Tätigkeit bekannt sein. Der Entwickler war lange Zeit bei Rogue Amoeba für bekannte Mac-Tools wie Airfoil oder Radioshift verantwortlich. Zuletzt hat Johnson mit der Veröffentlichung der vollverschlüsselten Chat- und Dateitransfer-App Underpass von sich Reden gemacht.
Sein neues Projekt wird zum Preis von 5,49 Euro im Mac App Store angeboten. Eigentlich handelt es sich bei StopTheMadness um eine Safari-Erweiterung, die jedoch als Mac-App verpackt vertrieben wird. Beim ersten Start wird die Erweiterung dann installiert und kann anschließend eigenständig in Safari genutzt werden.
Ok, und diese Erweiterung kann dann den kompletten Verlauf einsehen und alle Passwörter etc, die in Safari verwendet werden?
Und dem soll ich vertrauen? Wo ist die Sicherheit, dass die Daten nicht irgendwohin geschickt werden?
Eingetragene Sachen wie Passwörter soweit ich weiß nicht. Den Inhalt der Website muss die Extension ja sehen können, um wirken zu können.
Ich hoffe du benutzt keinen AdBlock. Sonst: Bad News
Nein, mache ich nicht
Inhaltsblocker ftw!
Das Problem, dass man als Anwender eigentlich nie weiß was eine Software genau macht und welche Daten diese sammelt und ggf. überträgt, besteht allgemein für alle Software. Dem begegnen kann ich über
1. Lesen der Nutzungs- / Datenschutzbedingungen und Vertrauen in die Aussagen des Herstellers
2. Nutzung von OpenSource-Lösungen, hoffen, dass andere Nutzer der Software auf den Zahn gefühlt haben und damit Vertrauen in den Hersteller
3. Untersuchung des Verhaltens der Software im Rahmen meiner Möglichkeiten und Vertrauen in die eigene Einschätzung des Ergebnisses.
Ich persönlich nutze eine Mischung aus allen drei Varianten, bevorzuge OpenSource wenn dieses für mich sinnvoll möglich ist, kaufe Closed Source Apps wenn ich die Bedingungen des Herstellers akzeptiere und mir das Geschäftsmodell einleuchtend ist und versuche mir ein Bild von der Kommunikation von Anwendungen zu machen um Abweichungen der Hersteller von ihren Aussagen zu identifizieren.
Im Ergebnis ist es aufwendig ein „Gefühl“ zu erarbeiten, jedoch würde ich insbesondere nicht auf Ad-Blocker verzichten, da jede Webseite ebenfalls „Software“ darstellt die von meinem Webbrowser ausgeführt wird und die zusätzlich von verschiedensten, mir nicht einmal bewussten Herstellern (Quellen) stammt.
Meine Empfehlung ist uBlock Origin als Ad-Blocker, da dieses ein lange gepflegtes OpenSource Projekt darstellt und ich diesen aufgrund von Punkt 2. vertrauen entgegen bringe.
Nette Sache. Ich frage mich nur ein bisschen, ob eine als Programm verkaufte Erweiterung nicht an sich schon ein bisschen „mad“ ist, statt die Erweiterung einfach dahin zu packen, wo sie hingehört: zu den Erweiterungen.
Aber immerhin kümmert sich überhaupt mal wieder jemand um Safari-Erweiterungen, da ist man ja so schon mit wenig zufrieden. :-/