6 Steckdosen und 540 Watt
CyberPower PFC Sinewave: Leistungsfähige USV für komplette Arbeitsplätze
Mit dem Modell PFC Sinewave CP900EPFCLCD haben wir uns eine der höherwertigen USVs von CyberPower angesehen. Das Gerät verfügt über sechs Schukosteckdosen mit insgesamt 540 Watt Leistung und ist mit einem austauschbaren Akku ausgestattet. Zudem besteht die Möglichkeit, das Gerät an den Cloud-Dienst des Herstellers anzubinden und dann beispielsweise auch Statusmeldungen per Push-Mitteilung beziehungsweise die zugehörige iOS-App zu erhalten.
Für Letzteres muss allerdings ein verbundener Rechner dauerhaft online sein und auch mit Blick auf die restlichen Aspekte und die mit dem erwünschten Leistungsumfang verbundenen Preisunterschiede ist es ratsam, sich vor dem Kauf einer USV zu überlegen, wofür man diese konkret verwenden will.
Was muss man beim Kauf einer USV beachten?
Als Beispiel nehmen wir mal einen einfachen Mac-Arbeitsplatz. Den Stromverbrauch des aktuellen iMac mit 24 Zoll Bildschirmgröße gibt Apple mit maximal 84 Watt an und auch wenn dann eine LED-Schreibtischlampe in der gleichen Steckdose steckt, sollten 100 Watt nicht überschritten werden. Zu dieser Gesamtzahl rechnet man in der Regel noch 20 bis 30 Prozent Puffer, sodass hier eine USV mit zwei Steckdosen und 130 Watt Leistung schon genügen würde.
Die günstigsten USVs sind in dieser Kategorie bereits ab rund 60 Euro erhältlich, verzichten dann oft aber auf den unserer Meinung nach wichtigen HID-USB-Anschluss, der für die direkte Kommunikation mit dem Betriebssystem eines verbundenen Rechners unverzichtbar ist. Am Beispiel macOS haben wir diese Thema ja erst vor wenigen Tagen behandelt.
Große Unterschiede bei der Akku-Kapazität
Bei der Berechnung der Anforderungen ist es allerdings empfehlenswert, noch mindestens zwei weitere Punkte mit einzubeziehen. So unterscheiden sich die USV-Produkte teilweise stark von ihrer Akku-Kapazität, was natürlich direkten Einfluss darauf hat, wie lange der benötigte Ersatzstrom geliefert werden kann. Wenn ihr nur eine harte Abschaltung eures Rechners vermeiden wollt, genügt hier eine Minimalkonfiguration mit der man den Computer noch geordnet herunterfahren kann.
Will man aber auch bei Stromausfall noch ein wenig zeitlichen Puffer haben, muss man sich die Spezifikationen der Hersteller zu Gemüte führen. Direkten Einfluss auf die hier genannten Zeiten hat dann wiederum natürlich der tatsächliche Stromverbrauch der angeschlossenen Geräte, der ja eher selten am oberen Limit liegt.
Bei unserem Modell CP900EPFCLCD nennt CyberPower beispielsweise eine Akku-Laufzeit von lediglich einer Minute bei voller Last, aber immerhin sieben Minuten bei halber Leistungsaufnahme. Würde lediglich der oben erwähnte iMac laufen, so sollte man sogar rund eine halbe Stunde ohne Strom aus der Steckdose auskommen.
Preislich liegen wir bei der CP900EPFCLCD dann aber auch schon bei knapp 200 Euro, was jedoch neben der gehobenen Ausstattung mit sechs Steckdosen und auch weitere Vorteile wie einen durch den Nutzer auswechselbaren Akku mit sich bringt. Zudem handelt es sich hier um ein Gerät mit reiner Sinuswelle. Im Gegensatz zu USVs mit simuliertem Sinuswellenausgang kann man hier auch empfindlichere Elektrogeräte betreiben.
Native Funktionen des Betriebssystems meist ausreichend
Die im Zusammenspiel mit der CyberPower CP900EPFCLCD verfügbaren Onlinefunktionen dürften nur für eine begrenzte Zahl der Anwender relevant sein. Zudem wird hierfür ja wie oben bereits erwähnt vorausgesetzt, dass ein verbundener Computer (ein NAS-Server genügt nicht) stets in Betrieb und mit dem Internet verbunden ist. Nur dann erhaltet ihr aktuelle Statusmeldungen und könnt sowohl vom Mobilgerät als auch vom Desktop aus auf die Protokolle und Einstellungen der USV zugreifen.
Die Desktop-Software von CyberPower ist für Mac-Nutzer allerdings eher ein Alptraum. Es handelt sich hier um eine zähe Java-Anwendung, die den Eindruck vermittelt, als stamme sie aus dem letzten Jahrhundert und vielleicht einzig wegen den darüber einsehbaren Statistiken eine Daseinsberechtigung hat. Die Einstellungen rund um das Verhalten der USV bei einem Stromausfall lassen sich über macOS deutlich komfortabler konfigurieren, wenn sie über USB mit dem Rechner verbunden ist.
Display zeigt Statusinfos und erlaubt direkten Konfiguration
Das von für diesen Erfahrungsbericht verwendete CyberPower-Modell CP900EPFCLCD verfügt über ein integriertes LCD-Display, auf dem aktuelle Statusinformationen und die generellen Einstellungsoptionen angezeigt werden. Dieser Ausstattung ist ein nettes Plus, aber auch verzichtbar. Die Einstellungen lassen sich ebenso vom Computer aus erledigen und in der Regel dürfte eine USV irgendwo eher versteckt in der Ecke stehen und im besten Fall vergessen werden.
Apropos in der Ecke stehen: Der Stromverbrauch von USV-Geräten kann durchaus mit ein kaufentscheidender Faktor sein. Der Hersteller CyberPower wirbt damit, dass mithilfe der „GreenPower-Technologie“ den Eigenverbrauch seiner USVs um bis zu 93 Prozent senken konnte. Die CP900EPFCLCD zieht auf dieser Basis im Standby um die 5 Watt.
Also ich habe auch eine USV an meiner Fritzbox, Router, Nas, etc., die das Synology System nach eingestellter Zeit herunterfährt und den Rest weiterhin mit Strom versorgt. Wir hatten die letzten 2 Jahre bereits mehrere Stromausfälle und da ist es schon besser, wenn man seine Geräte schützt oder noch eine gewisse Zeit Zugriff auf das Internet hat, um sich bei Unwetterereignissen bspw. noch zu informieren.
So habe ich es auch gemacht und bin bisher damit gut gefahren.
Hab genau den gleichen Ansatz, Router, Haupt-Switch und Homematic hinter der USV im Keller. Damit läuft DSL bei Stromausfall noch und es lassen sich z.B. Alarmfunktionen eine Zeitlang aufrecht erhalten.
Allerdings hatte ich in den letzten 4 Jahren schon 2x einen Ausfall wegen dem Lebensdauerende des Bleiakkus. Den muss man einpreisen und rechtzeitig tauschen. Den letzten Ausfall hatte ich pünktlich im Urlaub. Solch ein System ist also nicht zwangsläufig sorgenfreier als ohne USV, die die Komplexität insgesamt erhöht.
Das stimmt. Bei meiner Cyberpower ut400eg hält der Akku allerdings mittlerweile seit 4 Jahren und es langt mindestens zum kontrollierten herunterfahren. Wer mit Raspi, iobroker und Co schonmal Pech bei einer unkontrollierten Stromtrennung hatte, weiss eine USV sehr zu schätzen :-)
AppleMusic & Spotify waren heute morgen down…wegen dem neuen Album Release von Travis Scott :)
Was genau hat dein Kommentar mit den Thema „USV“ zu tun?
Wegen des Albums. Gern geschehen
Geben diese USVs irgendwelche Geräusche von sich? Hat jemand Erfahrung damit?
Also meine Eaton Eclipse Eco ist lautlos
Für gewöhnlich nur bei Fehlern oder wenn der Strom ausfällt.
ok. damit kann ich leben. thx
Habe selbst eine von Cyberpower und diese ist absolut geräuschlos. Also kein Lüfter, Fiepen oder Ähnliches. Für einen Stromausfall kann man natürlich einstellen, ob regelmäßig ein Signalton erfolgt.
thx
Meine Eaton Eclipse Pro ist im Normalbetrieb auch absolut lautlos.
Allerdings läuft bei diesem Gerät ein ziemlich lauter Lüfter an, wenn der Strom tatsächlich ausgefallen ist. Und ca. einmal pro Woche wird ein Selbsttest ausgeführt, der 1-2 Sekunden dauert und bei dem der Lüfter auch ganz kurz anläuft.
Bei Geräten mit Bleiakku kann es außerdem vorkommen, dass sie am Anfang etwas merkwürdig riechen. Das ist normal und auch kein Problem, wenn sie in einem geschlossenen Schrank stehen. Spätestens nach ein paar Wochen ist das dann auch weg.
Austauschbare Akku haben übrigens praktisch alle Geräte in dieser Klasse.
thx
Hat jemand einen Tipp für eine USV mit 8 Steckplätzen und der Möglichkeit zur Rack-Montage?
Die letzten Tage habe ich auch vermehrt nach USV mit Rackmontage gesucht, welche aber doch sehr teuer sind. Entscheiden konnte ich mich bis jetzt absolut nicht, aber wo es sich meiner Meinung nach lohnt, wäre bei Alternate zu suchen. Ob die allerdings 8 Steckplätze haben kann ich nicht garantieren, denke aber das es die dort bestimmt zu finden gibt.